Expedition in den Addressjungle das Fazit

Zurück von der Reise, ist es nun Zeit aus den gesammelten Erfahrungen ein Fazit zu ziehen.
Dieses schaut nun für unser OpenStreetMap Konzept, leider nicht gut aus.

Frederik Ramm am 14. August 2019: In OSM erfassen wir die vor Ort überprüfbaren Adressen; wenn jemand an
sein Haus eine 15 klebt, dann erfassen wir die, selbst wenn die
"Amtlichen" sagen, es müsste die 5 sein.
Aber es ist ja gut, wenn das amtliche Adressregister offen ist, dann
kann jeder, der *amtliche* Adressen will, sie sich ja dort holen, und
wir müssen die nicht nach OSM kopieren. OSM ist schliesslich keine
"praktische Verteilplattform für anderer Leute Daten".  https://lists.openstreetmap.org/pipermail/talk-at/2019-August/010174.html 

Wie ich auf meiner Reise gelernt habe, sind Adressen nicht etwa an die Wand geschraubte Tafeln, sondern die amtliche Beschreibung einer Örtlichkeit. Diese Beschreibung kann manchmal auch komplex sein. OpenStreetMap hat zur vollständigen Ermittlung solcher Adressbeschreibungen, allein aus einer Naturbestandserhebung bislang kein geeignetes Konzept. Nur ein Import wäre hierzu in der Lage. Die Definition der Adresserfassung wie von Frederik Ramm dargestellt, ist daher zum scheitern verurteilt. Auch das Konzept des austriaaddresshelper, amtliche Daten Vorort zu prüfen, ist daher bereits vom Ansatz her falsch und undurchführbar. Eine brauchbare Prüfung würde die Vorlage sämtlicher Fakten verlangt. Solche Fakten werden vom derzeitigen JOSM Plugin, bislang nicht zur Verfügung gestellt.

Was wir also benötigen, wäre ein direkter Zugriff auf das AGWRII. Diese Software ist aber bislang allein den Behörden vorbehalten. Derzeit gibt es von dieser eine Vollversion sowie eine Testausgabe zum Trockentraining der Beamten, vielleicht morgen auch eine Variante für das gemeine Volk.

Gültige Adressen Ja oder Nein. OpenStreetMap müht sich in der Definition welche Adressen in die eigene Datenbank gehören, und welche nicht. Aus dieser Diskussion, ensteht die Fiktion darüber selbst bestimmen zu können welche Adressen tatsächlich gültig sind. Dieser Ansatz ist grundsätzlich falsch. Was gültig ist, oder nicht gültig ist, bestimmen allen Gemeinden und Städte. Jedes einzelne Zeichen im geoland.at (BEV) Adresssatz, ist daher eine gültige Definition, eine gültige Adresse. Der ÖAMTC kann ja auch nicht einen Gesetzestext nehmen, und daraus selektiv das von seinen Mitgliedern gewünschte für gültig oder nicht gültig erklären.

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