Ein langsamer Tile-Server, Ausdruck gescheiterter Politik in OpenStreetMap

OpenStreetMap betreibt die Politik, freiwillige Geografiedaten sammeln zu lassen, hierzu wird diesen ein Webfrontend mit hierauf optimierter Generalisierung zur Verfügung gestellt.

Für ein Produktivsystem hingegen stellt das Projekt -über diverse Firmen https://download.geofabrik.de (exemplarisch der Firma von Frederik Ramm Finanzchef von OSM) Abzüge (sogenannten Data Extracts) zum Download zur Verfügung.

Aufgrund dieser Vorgangsweise entsteht eine Kluft zwischen den freiwilligen Mitwirkenden, und den Anwendern. In der Wikipedia hingegen, ist Editieren und Lesen in einem Webfrontend wikipedia.org zusammengefasst. Es gibt auch in der Wikipedia Fork- Applikationen, diese waren bislang aber in der öffentlichen Wahrnehmung nicht sonderlich erfolgreich.

OpenStreetMap spricht mit seinem Frontend Openstreetmap.org besonders arme Länder an, welche sonst über keine gewachsene Kultur in klassischer Geografie kennen. Folglich bedienen sich diese dann auch des eigentlich zum zum Editieren gedachten Frontendes, Carto als alleinige Onlinekarte (OpenStreetMap als Google Maps Ersatz). Dieser Umstand wird nun besonders in Asien deutlich.

Die aktuell in OpenStreetMap dominierende politische Kraft -welche sich der klassischen Geografie zugehörig fühlt-, begegnet dem nun -wie in der OSMF Wahl angekündigt- ihrer Meinung nach Missbrauch des Carto- Basisprojekt Servers, indem die Auslieferung von Kacheln nun künstlich eingeschränkt wird. Hierzu gibt es nun im OSM Webforum verwunderte Fragen, aber bislang von den verantwortlichen hierzu keine offizielle Erklärung. https://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?id=68575

In armen Ländern wirkt sich das nun so aus, dass Menschen welche vielleicht gerade Ihr Dorf in OpenStreetMap gemappt haben, sich um ihre Arbeit betrogen fühlen, und sich vermutlich wieder aus dem Projekt zurückziehen. Auch in der Ersten Welt, dürfte der Zusammenhang zwischen Datenauslieferung und Bearbeitung und Verbesserung, den meisten Mitwirkenden ebenso entgehen. Der Effekt hieraus ist folglich, dass wir freiwillige Mitwirkende verlieren. Denn wozu sollen sich diese auf der Webseite Openstreetmap.org auch aufhalten.

Die Politik, an OSM mitwirkende, zur Benützung diverser Nadelöhr Portale, wie jenes des OSM Finanzchefs Frederik Ramm Firma Geofabrik zu drängen, ansonsten Mapper den Zugang zu den eigenen Daten -durch überlagerte Graue Kacheln- zu erschweren, ist nach meinem Empfinden einer Wikipedia der Geografie nicht würdig.

Ich wurde nun darauf hingewiesen, dass eine Diskussion ob sich Carto als Google Maps Ersatz positionieren soll, schön länger geführt wird. Solches bislang aber keine Mehrheit gefunden hat. Ich halte dem entgegen, dass sich das derzeitige nach meiner Wahrnehmung von Geografen bestimmte Establishment in OSM, für Entscheidungen im Webforum einen Turm gebaut hat, der nur sehr wenige Mitwirkende tatsächlich erreicht. Genügt diese Abgrenzung nicht, so zeiht man sich in einen besonderen Elfenbeinturm genannt Talk Mail zurück. Dort ist man dann von jeglicher Verschränkung mit dem Projekt befreit, und in der Lage für das Projekt kritische Entscheidungen in die jeweils beliebig gewünschte Richtung zu lenken.

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