„NON Destructive way simplification!!! in Area Bad Peterstal Himmelssteig — Please do not REVERT“

Wir schreiben das Jahr 2020, die ganze Welt blickt gespannt auf neue Features welche bald autonomes fahren nach Level 3 ermöglichen sollen. Das renommierte Computermagazin Heise C´t schreibt hierzu in seiner Ausgabe 14.3.2020 Nr. 7 auf Seite 128:

Alle Kartenhersteller arbeiten gerade daran, ihre Karten präziser zu machen.

Auch OpenStreetMap beschäftigt sich mit dem Thema Kartendetailtreue. https://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?pid=780639#p780639

Auslöser hierzu eine Diskussion, was als Vandalismus anzusehen ist. Laut Definition von Frederik Ramm, gibt es kein Programm zur Linienvereinfachung.

Wie man anhand von Edits des Users rainer0665 erkennen kann: https://osmcha.org/changesets/62990965 werden systematische Linienvereinfachungen in OpenStreetMap offensichtlich toleriert. Praktisch bedeutet das, freiwilligen Arbeit vieler Stunden wird also ganz offiziell vernichtet, ausradiert.

Ein guter Ansatz wäre, die entsprechende Funktion „Vereinfachen“ aus dem Editor JOSM zu entfernen, und sich besser mehr in Politik um Tile- Server Kapazitäten zu üben. Bei einem Projekt mit inzwischen definitiv globaler Bedeutung wie OpenStreetMap, ist nicht einzusehen wo hier ein realer Engpass existieren soll.

Die Welt ist mit Militärübungen im Milliardenumfang konfrontiert, uns werden Luftbilder welche in ihren Herstellungskosten sicher Millionen an Steuergeldern gekostet haben zur Verfügung gestellt, aber für Tile- Server mangelt es dann ausgerechnet am Geld.

Es geht hier wie da um Politik.

Man kann sich OpenStreetMap wie ein stetig wachsendes Kamel vorstellen. Der Kammelbauer in unserem Fall unsere Geografen, beobachten mit Schrecken, dass dieses Kamel in Umfang und Größe unablässig wächst und wächst. Durch bessere Luftbildauflösungen und neue Techniken, reichert sich das Projekt mit stetig besser werdenden Geländekonturen an, gleichzeitig haben unsere Geografen immer noch das selbe Nadelöhr wie zur Zeit der Konzeption von OpenStreetMap in der Hand. (Beispiel rainer0665 ein veraltetes Garmin Hand GPS Gerät). Ein unlösbares Problem, nein, man müsste nur OpenStreetMap aus seinem aktuellen Offline Gefängnis entlassen. Das ist aber aus nachvollziehbaren Gründen von unseren Geografen nicht gewollt, denn Online ist nicht deren Domäne.

Kartographische Technologie ist einem steten Wandel unterworfen, wie in anderen Branchen wird dieser Wandel aber vermehrt von der IT. Industrie gestaltet. Ein Gegenentwurf hierzu findet sich aktuell im Fossgis Projekt. Im Grund kann man die Demarkationslinie, an der Grenze zwischen Offline und Online orten. Wird diese Grenze einmal überschritten, kommt dies einer disruptiven Veränderung im gesamten Gefüge gleich.

Wenn das Kamel nicht mehr durch das Nadelöhr -Hand GPS Gerät- von rainer0665 passt, dann ist dessen Gerät Elektroschrott, und Offline Technologie dann Geschichte.

3 Gedanken zu „„NON Destructive way simplification!!! in Area Bad Peterstal Himmelssteig — Please do not REVERT“

  1. Hallo Johann, in JOSM kann man einen Abstand der Knoten angeben, der eingehalten werden soll. Dein Beispiel ist krass. Gestern kam ich an die Ellbögener Landesstraße, die hat viele Knoten, aber die liegen nicht auf dem Luftbild. Jeden einzeln ziehen? Mehr Knoten, mehr Arbeit!

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  2. Genauer geschaut: Ich finde in achavi sieht man die Änderungen besser; Ich finde weiters, dass da von vornherein nicht zu viele nodes waren und halte mich für konservativ; Zuviel finde ich, wenn zB ein Viertelkreis 10 nodes im Abstand von 1/2 m hat… Mit ID geht das scheints irgendwie, keine Ahnung wie man so etwas hinbringt ohne dass man eine Bezier Kurve auflöst… Das Ergebnis lässt sich jedenfalls nicht mehr weiterbearbeiten. Da müsste das OSM Datenmodell „splines“ aufnehmen.

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  3. Siehe auch: https://www.openstreetmap.org/changeset/90779898

    Es stehen uns immer bessere Luftbilder zur Verfügung. Über die Aussparung von Flächenmerkmalen wie meadow, forest, residential usw, kann man gut die Straßenbreite erkennen, (das wäre so auch für eine Routing Software möglich) und so ermitteln, mit welchen Fahrzeugen man in eine Haus oder Industriezufahrt einfahren und dort umdrehen kann. Es handelt sich hierbei abseits einer sonst üblich an Straßen Graphen orientierten Vorgangsweise, um eine von mir langjährig erprobte und praktikable Lösung in Logistik Planung. Meine Methode benötigt eine etwas höhere Liniengenauigkeit, weswegen Aktionen welche zum Ziel haben den Datenumfang eines Straßen Graphen zu reduzieren, für mich eine mittlere Katastrophe darstellen. Auch kann ich nicht nachvollziehen wie man leichtfertig die jahrelange und sicher mühsame Detailarbeit freiwilliger Mapper, einem technischen Ziel opfern kann. Wer einen sparsamen Graphen benötigt, der kann eine solche Vereinfachung ja an seinen Export Daten selbst anwenden.
    OpenStreetMap ist längst mehr.
    Grüße Johann

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