JOSM Plugin: AustriaAdressHelper

Zur Neuauflage des JOSM Plugins Österreich Adresshelfer folgende Hinweise.

In Österreich werden Adressen von den Gemeinden als Punktinformationen verortet. Unter Zuhilfenahme des JOSM Plugin austriaadresshelper, versucht Österreichs OpenStreetMap Community, diese Adress Punkt Information, in eine Flächen Information umzuwandeln, also Adressen einem Gebäude Polygon zuzuordnen.

Die als Open Source Information vorliegende Adress Koordinate, wird hierbei dem Mapper vorenthalten. Hilfreich ist daher folgender transparenter Layer Ref: https://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?id=61922 tms:https://maps{switch:1,2,3,4}.wien.gv.at/basemap/bmapoverlay/normal/google3857/{zoom}/{y}/{x}.png


Der Mapper soll offenkundig durch Vorort Erhebung eruieren, wo es Adressen geben könnte. Durch Versuch und Irrtum wird einem gezeichnetem Gebäudeumriss, durch Betätigen der Tastenkombination Alt+Shift+A die nächst gelegene Adresse zugeordnet. Da durch diese Arbeitsweise Fehlzuordnungen möglich sind, kann man den tatsächlichen Nutzen des Adresshelpers hinterfragen. Erschwerend kommt hinzu, dass die dem Adresshelfer zugrundeliegende Datenbank, bisher nur mit jeweils großer Verzögerung aktualisiert worden ist (Ref: Gemeinde Dölsach, neue Hausnummern [url]https://www.doelsach.at/live/aktuelles-news/aktuelle-beitraege/item/167-neue-strassennamen-in-doelsach[/url] . Adresshelper Datenstand am 29. Oktober 2020: at_bev:addr_date=2020-04-01).

Dem Adresshelper liegt ein angeblicher Konsens der Österreichischen Community zugrunde, dass Adressen nur an tatsächlich vorhandenen Gebäuden relevant wären. Hierzu wird die on the ground Regel von OpenStreetMap bemüht. When in doubt, also consider the "on the ground rule": map the world as it can be observed by someone physically there. Hierbei wird der Prefix, im Zweifel ignoriert.

Bei Hausnummern handelt es sich in Österreich um eine amtliche Live Information. Hierzu ist das Bauamt und das Meldeamt von Städten und Gemeinden, Digital verschränkt. Wem eine Adresse frisch zugeteilt wurde, der kann diese unmittelbar als Meldeadresse nutzen. Die Datenweitergabe als OpenSource Information wird hingegen vom Gemeinde und Städtebund, und dem Vermarkter BEV künstlich um Monate verzögert.

Meine persönliche Erfahrung zu Hausnummern ist, wird man für OpenStreetMap direkt bei Kommunen vorstellig, so erhält man jeweils äusserst freundliche Sofortunterstützung. Daher empfehle ich lokal interessierten Mappern, -öfters mitwirkende von Blaulichtorganisationen- sich für Hausnummern einen direkten Kontakt zur jeweiligen Stadt und Gemeinde aufzubauen, und ihre Kommune zu bitten, in den Verteiler für neue Adressen aufgenommen zu werden.

Installation:
JAVA https://www.java.com/de/download/
JOSM https://josm.openstreetmap.de/

JOSM Einstellungen öffnen, Plugins, nach austriaaddresshelper suchen und wählen.

Nach einem Programm Neustart, findet sich im Plugin Verwaltungsfenster, rechts ein neuer Reiter: Austria Address Helper

Beginner sollten die Schaltfläche Check existing adresses anwählen.
Es empfiehlt sich, bei der Arbeit mit dem Adresshelfer, jeweils vorher ein möglichst großes Kartensegment in JOSM zu laden.

Arbeitsweise des Adresshelfers:

Ref: https://github.com/JOSM/austriaaddresshelper/

Fazit:

Der vorliegende Adresshelfer ist leider ein trojanisches Pferd, welches an genau relevanter Stelle der Aktualität, einen Trennstrich zwischen Kommerz und OpenSource zieht.

Beispiel Auguntumgemeinde Dölsach in Osttirol.
Dölsach hat am ersten Mai 2020, neue Adressen eingeführt. Wie man anhand des transparenten JOSM Adresslayers „Basemap WMF“ erkennen kann, sind diese bereits veröffentlicht, der Adressehelfer bildet diese Neuerung aber aktuell nicht ab. Aufgrund einer unklaren Struktur in der Datenbankaktualisierung, liegt dessen Aktualität jeweils um viele Monate in der Vergangenheit. Daher scheitert der vorliegende „Adresshelfer“ aktuell auch in dieser Gemeinde.

Bequeme Tools, lassen uns vergessen, dass wir in Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden wesentlich mehr könnten. Warum gibt es keine Initiative die Leistungsfähigkeit von OpenStreetMap den Städten und Gemeinden direkt nahe zu bringen. Längst sollte uns jede Gemeinde, von sich aus auf Ihren Verteiler setzen.

Ergänzung: am 1. November 2020 wurde ich aufgrund dieser detaillierten Beschreibung, und wohl auch aufgrund meiner Anmerkungen zu diesem Plugin, von einem Mitarbeiter der Deutschen Firma Geofabrik (Pseudonym: Nakaner) für 8 Monate! vom Webforum von OpenStreetMap ausgeschlossen.

Ref: https://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?pid=807041#p807041

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