Der Österreichische Mapping Style

Seit 2011 bin ich aktiver Mitwirkender an OpenStreetMap. Seither hat sich meine Arbeitsweise, genauso wie die uns zur Verfügung stehenden Mappingrundlagen mehrfach geändert. Uns Österreichern stehen heute hervorragende Luftbilder zur Verfügung. Das macht Lust auf weitere Detailverfeinerungen.

Hierbei stößt man nun unweigerlich auf eigene Arbeiten aus vergangenen Tagen, und in der eigenen aktuellen Arbeitsweise stellt sich eine gewisse Systematik ein. Ich möchte in dem vorliegenden Blogbeitrag darauf näher eingehen, und erklären warum ich mich aus dem Blumenstrauss der im OSM- Wiki dargebotenen Varianten für gerade die eine oder andere Arbeitsweise entschieden habe.
Fortsetzung folgt.

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AGWRII, wenn die amtliche Statistik in Prognosen versagt

Vielen nicht bekannt, verbergen sich in der Amtlichen Datenbank AGWRII viele geografische Schätze. So zum Beispiel zum Wohnungsbau. Diese können aber nicht gehoben werden, sondern schlummern im Verborgenen. Uns fehlet zum Beispiel der Zugriff auf exakte Details zu Adressen. Wie ich im meinem Blogbeitrag Expedition in den Addressjungle das Fazit beschrieben habe, scheitern wir in Vorort Erhebungen in der Ermittlung von Identadressen. Hierfür wäre ein opendata Blick in das GWR notwendig.

Die Immobilienbranche arbeitet aus diesem Grund an ihrer eigenen Datenbank, diese nennt sich Exploreal https://wien.orf.at/stories/3017551/

Reise durch das Ende der Welt

Aktuell gibt es Initiativen, OutDoor Karten basierend auf einer schlecht generalisierten OpenStreetMap Version, gratis anzupreisen. Für mehr Details wird dann auf eine kostenpflichtige „Pro“ Version verwiesen.

Auch im öffentlichen Nahverkehr stößt man auf solche „Pro“ Karten. Amtlich korrekt aufbereitet, enden diese dann genau an der jeweiligen Landesgrenze, was dann lustige Effekte erzeugt.
Auf meiner Reise von Wien zurück nach Tirol, war ein Stück des Weges vom Bahnhof Salzburg zur Salzburger Gemeinde Großgmain per Bahn über Berchtesgaden zu bewältigen. In geringen Zoom Stufe, wird die Route unter Zuhilfenahme von OpenStreetMap Daten dargestellt. Zommt man aber etwas näher, so wird folgende Karte in der basemap.at Version angezeigt. Was faktisch bedeutet, dass sich der Reisende im Korridor über Deutsches Gebiet, unversehens in einer weißen Wüste wiederfindet.

Dieses Verhalten ist nun kein Zufall. Qualitative Zweckentfremdung von OpenStreetMap, ist schon fast typisch. Solche Geschäftsgebarung erklärt auch, warum von so mancher in OpenStreetMap mitwirkenden Gruppierung, nur geringes Augenmerk auf Detailtreue gelegt wird.

Gegen eine absichtlich schlecht gemachte Generalisierung von OpenStreetMap Innhalten in Drittkarten, kann man wohl nichts machen. Den Vogel schießt aber dann doch mein besonderer Freund N****** ab, dieser fordert ganz unverblümt die Sperre eines Mappers, der sich in OpenStreetMap um besondere Detailtreue bemüht. https://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?id=53856

Es geht hierbei um eine -in folgendem Link- exemplarisch ersichtliche OSM Mapping Detailtiefe: https://www.openstreetmap.org/#map=18/47.59325/12.55268

Mir ist bewusst dass eine solche Qualität in OpenStreetMap heute nicht überall Realität ist, dass eine solche Darstellungstiefe möglicherweise so manche „Pro Version“ alt aussehen lässt. Ich lade alle ein, an einem OpenStreetMap in genau solcher Qualität mitzuwirken, besonders alle jene, mit einem Gehalt bezahlt vom Steuerzahler. Arbeiten wir an einer gemeinsamen Echten basemap. Einer Karte im Europäischen Geiste, einer Karte die sich OpenStreetMap nennt, und dann and der jeweiligen Landesgrenze keine weißen Flecken mehr kennt.

Aktuelle OSM Nominatim Probleme

Seit Tagen beschäftigt mich eine scheinbare Instabilität von OpenStreetMap Nominatim. Meine derzeitige Erklärung hierfür ist, dass Adressen die es in mehreren Gemeinden gleichlautend gibt, jene Gemeinden von der Nominatim Suche ausgeschlossen werden, welche mit dem Prefix „Gemeinde“ versehen worden sind. Meine bisherige Lösung hierfür ist, den Prefix „Gemeinde“ wieder zu entfernen, und anschließend sämtliche Adressen solcher Gemeinden mit einem simplen 0 Refresh zu aktualisieren. Anschließend weden vordem aus dem Suchindex verschwundene Adressen auch wieder in Ihrer -laut Sucheingabe- Bestimmungsgemeinde gefunden.

Hausnummern und Örtlichkeiten in OpenStretMap finden

Nachdem OpenStreetMap Nominatim eher als Tool zur Qualitätssicherung von Adressen scheint, kann man von Adressabfragen unter https://openstreetmap.org eigentlich nur abraten. Wie findet man nun in OpenStreetMap zuverlässig eine Adresse.
Dazu gibt es das Tool Overpass-Turbo.

Für jede Hausnummernsuche nun erneut an der Abfrage zu erarbeiten ist mühsam, daher habe ich der Bequemlichkeit dienend, eine mächtige Abfrage nach Adressen erstellt. Diese kann man unter dem Lesezeichen adressregister.hxg.at oder auch hausnummer.hxg.at aufrufen.

Bedienung: hausnummer.hxg.at aufrufen, gesuchte Adresse eintippen, links oben auf Ausführen klicken, anschließend rechts auf die Lupe: „auf die daten zoomen“ klicken. Für eine weitere Abfragen, einfach erneut in den Browse den Link „Hausnummer“ eintippen.

Expedition in den Addressjungle das Fazit

Zurück von der Reise, ist es nun Zeit aus den gesammelten Erfahrungen ein Fazit zu ziehen.
Dieses schaut nun für unser OpenStreetMap Konzept, leider nicht gut aus.

Frederik Ramm am 14. August 2019: In OSM erfassen wir die vor Ort überprüfbaren Adressen; wenn jemand an
sein Haus eine 15 klebt, dann erfassen wir die, selbst wenn die
"Amtlichen" sagen, es müsste die 5 sein.
Aber es ist ja gut, wenn das amtliche Adressregister offen ist, dann
kann jeder, der *amtliche* Adressen will, sie sich ja dort holen, und
wir müssen die nicht nach OSM kopieren. OSM ist schliesslich keine
"praktische Verteilplattform für anderer Leute Daten".  https://lists.openstreetmap.org/pipermail/talk-at/2019-August/010174.html 

Wie ich auf meiner Reise gelernt habe, sind Adressen nicht etwa an die Wand geschraubte Tafeln, sondern die amtliche Beschreibung einer Örtlichkeit. Diese Beschreibung kann manchmal auch komplex sein. OpenStreetMap hat zur vollständigen Ermittlung solcher Adressbeschreibungen, allein aus einer Naturbestandserhebung bislang kein geeignetes Konzept. Nur ein Import wäre hierzu in der Lage. Die Definition der Adresserfassung wie von Frederik Ramm dargestellt, ist daher zum scheitern verurteilt. Auch das Konzept des austriaaddresshelper, amtliche Daten Vorort zu prüfen, ist daher bereits vom Ansatz her falsch und undurchführbar. Eine brauchbare Prüfung würde die Vorlage sämtlicher Fakten verlangt. Solche Fakten werden vom derzeitigen JOSM Plugin, bislang nicht zur Verfügung gestellt.

Was wir also benötigen, wäre ein direkter Zugriff auf das AGWRII. Diese Software ist aber bislang allein den Behörden vorbehalten. Derzeit gibt es von dieser eine Vollversion sowie eine Testausgabe zum Trockentraining der Beamten, vielleicht morgen auch eine Variante für das gemeine Volk.

Gültige Adressen Ja oder Nein. OpenStreetMap müht sich in der Definition welche Adressen in die eigene Datenbank gehören, und welche nicht. Aus dieser Diskussion, ensteht die Fiktion darüber selbst bestimmen zu können welche Adressen tatsächlich gültig sind. Dieser Ansatz ist grundsätzlich falsch. Was gültig ist, oder nicht gültig ist, bestimmen allen Gemeinden und Städte. Jedes einzelne Zeichen im geoland.at (BEV) Adresssatz, ist daher eine gültige Definition, eine gültige Adresse. Der ÖAMTC kann ja auch nicht einen Gesetzestext nehmen, und daraus selektiv das von seinen Mitgliedern gewünschte für gültig oder nicht gültig erklären.

Expedition in den Addressjungle

Ich Tiroler, befinde mich gerade auf einer Expedition in Wien. Mein erklärtes Ziel, dort endlich das Geheimnis der sagenhaften Ostösterreichischen Zähl Adresse zu ergründen. Als perfekten Expeditionsgrund habe ich mir hierzu den Wiener Gemeindebau ausgesucht. Mit Stift und Block und allerhand technischem GPS Equipment bewaffnet, sammle ich Vorort, akribisch selbst kleinste Hinweise und Details. Hierzu umrunde ich ausgewählte Gebäudeansammlungen. Mittels meiner Canon G1X erstelle ich zur Dokumentation Bilder und Videoaufzeichnungen. Erfasse GPS Spuren.

Gestern war ich hierzu im 5. Wiener Bezirk, und hatte dort auch Gelegenheit mit einem sehr freundlichen und versierten Städtischem Bediensteten zu sprechen. Es scheint so, Eingeborene sind im Wissen von üblicherweise dem Außenstehenden verborgen bleibenden Details. Gesuchte Zähl Adressen konnte dieser aber trotzdem nicht beschreiben. Sehr wohl aber wie man in einem Gemeindebau zur entsprechenden Türe findet, und dass inzwischen vermehrt der bislang öffentliche Durchgang durch den Gemeindebau, einem access=destination gewichen ist. Gemeindebau- Innenhöfe daher immer öfter abgeschlossen werden.

Ich habe derzeit den Eindruck zu forschen wie im Film Fräulein Smillas Gespür für den Schnee . Obwohl der Mythos, dass Inuit zig Wörter für Schnee besitzen nicht zutrifft, entdecke ich gerade dass es tatsächlich verschiedene Zustände von Adressen gibt. Es ist spannend.

Auf der Jagd nach den „verlorenen Adressen“, empfiehlst es sich, anstatt dem im Editor JOSM standardmäßig angebotenen Layer „Wien: Beschriftungen“, besser folgenden TMS zu verwenden : https://openstreetmap.home.blog/2019/04/01/basemap-at-transparenter-overlay-mit-beschriftung/

Exemplarisches Beispiel: Klosterneuburger- Str. 118-122/7 wird vom Stadtplan Wien gefunden, Google Maps hingegen scheitert daran. Am Haus selbst steht auf der Hausnummer

Überackern: Neue Adressen und eigene Postleitzahl

ÜBERACKERN. Am 1. März ist es so weit: In der Gemeinde Überackern werden die Straßennamen und die Postleitzahl „aktualisiert“. Bis dato hatte Überackern dieselbe Postleitzahl wie das benachbarte Hochburg-Ach. Nun wurde vonseiten des Gemeinderates ein Antrag auf eine eigene Postleitzahl beantragt.  Ab 1. März 2019 hat Überackern dann die Postleitzahl 5123. Zeitgleich erfolgt auch die Umstellung der Straßennamen. https://www.meinbezirk.at/braunau/c-lokales/ueberackern-neue-adressen-und-eigene-postleitzahl_a3217437

Verschlechterung von Adressmaterial durch das JOSM Plugin austriaddresshelper vermeiden

Mir ist aufgefallen, dass zumindest ein User das JOSM Plugin austriaaddresshelper nutzt, und hierbei bei Gebäuden welche über zwei Hausnummern verfügen, diese Nummern dann zusammenlegt „addr:housenumber“=“34,36“ Soweit die Theorie.


Tatsächlich liefert der addresshelper bei zwei oder mehreren Hausnummern, eine unklare Information darüber, auf welcher Seite des Gebäudes die jeweilige Hausnummer nun tatsächlich gehört.

Schaut man sich die dem Addresshelper zugrundelegenden Rohdaten an, so ist die Lageinformation der einzelnen Hausnummern hier klar gegeben. Die Anwendung des austriaaddresshelper verschlechtert also unnötig die eigentlich verfügbare hochwertige Adressinformation.
Der gegenständliche User wendet diese Arbeitsweise nun offensichtlich

-anhand folgender Abfrage ersichtlich-

[out:xml][timeout:200][bbox:{{bbox}}];
{{geocodeArea:Austria}}->.searchArea;
(
 node
  ["addr:housenumber"~","](area.searchArea)({{bbox}});
  way
  ["addr:housenumber"~","](area.searchArea)({{bbox}});
  relation
  ["addr:housenumber"~","](area.searchArea)({{bbox}});
);
(._;>;);
out meta;

in Gewohnheit an, und legt in Regionen in denen Adressen bereits korrekt als Adressnode gemappt sind, diese trotzdem im Gebäudepolygon zusammen. Das ist unverständlich, denn hierdurch verschlechtert sich die bereits vorhandene hochwertige Lageinformationen der Hausnummern. Ref: https://overpass-api.de/achavi/?changeset=74384783

Mapathon Hausnummern Wiener Wohnen

In meinem Terminkalender steht ein erfreulich mehrtägiger Aufenthalt in der Stadt Wien, eine gute Gelegenheit um dort eine besondere Adressproblematik größerer Wohnanlagen zu lösen.

Üblicherweise werden Adressen allein von Gemeinden und Städten vergeben. Wien ist hier anders. Wohnbauträger reichen dort Bauanträge, unter Angabe einer -scheinbar willkürlich- gewählten städtischen Zähl Adresse ein. Der Wohnbauträger nummeriert dann seine Wohnobjekt ausgehend von dieser Stadt Basisadresse, als Place selbst weiter.

Das besondere in der Stadt Wien ist nun, dass die Stadt anschließend darauf verzichtet, ihre eigene Adressierung nachzuführen, der Place der Wohnanlage, bleibt hierdurch bestehen, auch dann wenn sich die Wohnanlage über andere Straßenzüge -mit anderen Straßennamen- erstreckt. (Das passt interessanterweise gut zu folgender OSM-Wiki Definition „A neighbourhood (US English neighborhood) „is a geographically localised community within a larger city, town or suburb. These may or may not have distinct boundaries, and may even overlap each other in some cases.“)

Man könnte das auch so beschreiben. Die Stadtplanung erstellt einen Gitter förmigen Raster von Straßen und Straßenbezeichnungen.
Ein Bauträger erscheint, und errichtet eine Wohnanlage welche in ihren Ausmaßen, den Raster der Stadt durch ihrer Größe sprengt. Der Bauträger legt an einem der städtischen Straßen einen Adress- Startpunkt fest, und rollt von dieser Basisadresse ausgehend, dann seine eigene Place Adressierung aus. Die Stadt übernimmt diese Place Adressierung anschließend als amtlich gültige Adresse.

Unsere Problematik ist hierbei nun, dass diese ZMR gültige Place Adressierung, -und bunt gemischt- Identadressen, Zähladressen, Pseudoadressen, ja oder nein real an der Wand vorzufindende Hausnummern, auch mal am falschen Haus montiert. Im Stadtplan Wien, oder sonst mir bekannten Karte korrekt aufscheint.
Ich habe mich im Jahr 2018 mit Wiener Wohnen direkt in Verbindung gesetzt. Wiener Wohnen erlauben uns freundlich, das eigene Verzeichnis der Wohnanlagen Wiener Wohnen für OpenStreetMap Mappingzwecke zu nutzen. Die eigentliche Nummerierung findet sich oft nur im Wohnanlagen Innenhof. Durch diesen bunten Mix an Varianten, ist jedenfalls eine Vorort Begehung notwendig. Besser gesagt, wir und andere werden höflich von den Wiener Geografen hierzu gezwungen. Wobei man dann vielfach vor einer leeren Wand steht.

Thematik Zähl Adressen. Im Osten von Österreich ist es üblich, entlang von neuerrichteten Strassen, Zähl Adressen zu vergeben. Wird eine Parzelle bebaut, wandelt sich die nächst gelegene Zähl Adresse in eine amtliche Haus Adresse um. Dieses Schema findet man auch in der Stadt Wien.

In OpenStreetMap gibt es für Zähl Adressen bislang keinen geeigneten TAG. Es ist also in OSM derzeit nicht möglich diese zu erfassen. Mein Versuch solches trotzdem zu machen hat in einem Revert durchgeführt von der Firma Geofabrik Deutschland (User Nakaner) unschön geendet. Man hätte damals anstatt zu revertieren ein Proposal für Zähladressen erstellen können. Das ist aber offensichtlich nicht passiert. Einerlei, im BEV Adresssatz sind diese Zähl Adressen enthalten. Andere Kartensysteme wie Google Maps zeigen und finden daher diese. OpenStreetMap hingegen nicht.

Situation Wohnanlage Wiener Wohnen Brigittenauer Lände, Vorort Erhebung am 4. Oktober 2019 13:00 – 16:00 Uhr. Lokale Befragung -ausschließlich Personen auf der Straße-, sowie Fotorecherche.

1. Stimme: Typische Wienerin ca. 65 Jahre. Wohnt nach eigener Angabe, bereits seit 50 Jahren in dieser Wohnanlage. Diese legt sich bestimmt beim exemplarischen Objekt https://www.openstreetmap.org/way/50540272 auf = Klosterneuburger Straße 118 Treppe 1 fest.

2. Stimme: Familie Migrationshintergrund, beide sprechen sehr gut Deutsch, wohnen seit 5 Jahren in dieser Wohnanlage = Kennen nur die Bezeichnung Klosterneuburger Straße 118 Treppe 1.

3. Meinung Äterer Herr sehr bestimmt. Lokalpatriot. Dieser differenziert zwischen lokaler Benennung = Brigittenauer Lände 148-154 Treppe 1, und Bezeichnung für Personen ohne Ortskenntnis. Da werde oft die an der Türe angebrachte Nummer verwendet. (Klosterneuburger Straße 118 Treppe 1). Die Post stelle aber alle Varianten zu. (Hinweis die Stadt Wien gibt hier https://www.openstreetmap.org/way/50540272 Klosterneuburger Straße 118-122/1 an, Klosterneuburger Straße 118 oder 118/1 führen hingegen beim Stadtplan ins Nichts).

4. Hinweistafel Wiener Wohnen = Wohnanlage Klosterneuburger- Str. 118-122/1 Diese Tafel steht beim Haus mit der Stiege 12 Dietmayer Gasse, also etwas abseits der Hauptstraße. Ob diese Tafel jemand ortsunkundiger tatsächlich findet. Diese Tafel wirkt auf den Betrachter, wie ein hilfloser Versuch, Licht in diesen Adressdunkel zu bringen. Würde die Situation passen, wäre diese Tafel unnötig.

Schlussfolgerung, der Stadtplan Wien ist keine Karte, sondern eine Datenbankabfrage die allein jenen Leuten dienlich zu sein scheint, die bereits im vollen Wissen der genauen amtlichen Adresse -eingeweihte- sind. Zu diesen auserwählten, gehört auch die Österreichische Post. Sämtliche andere, schauen durch ihre Finger, selbst dann wenn diese vor einem entsprechenden Wiener Gebäude stehen. Eine Möglichkeit wäre blindes probieren, welches dann eine Verletzung der Prinzipien von OpenStreetMap in der Nutzung des Wiener Stadtplanes darstellt. CC BY 4.0 ist für OpenStreetMap definitiv nicht ausreichend.

Bleibt eigentlich nur die einzig verbleibend mögliche Variante, fragliche Adressen in der Bundeshauptstadt mittels Mapillary zu behandeln. Also von jeder in Wien unklar montierten Hausnummer, ein Georeferenziertes Foto anzufertigen. Nur so zwingen wir die hierfür Verantwortlichen, zu den an die Wiener Gemeindebauten gezimmerten Identadressen Farbe zu bekennen.

Fazit: Das noble Ansinnen von Frederik Ramm, wir Mappen nur was wir On the Ground sehen, in Ehren. Sobald Identadressen ins Spiel kommen, hat der ehrenamtliche OpenStreetMap Mappen, mit seinem Stift und Block in der Hand verloren. Erschwerend kommt hinzu, dass das kaum jemand in der Lage ist, ohne direkten Einblick in das AGWRII der Gemeinden, Identadressen verschiedenster Ausprägung http://www.bev.gv.at/pls/portal/docs/PAGE/BEV_PORTAL_CONTENT_ALLGEMEIN/0200_PRODUKTE/PDF/HAUPT-_UND_IDENTADRESSEN.PDF fehlerfrei in OpenStreetMap abzubilden. Es wäre eine programmierte Schnittstelle sowie regelmäßiger Abgleiche nötig. Das wird Gelegenheitsmapper, anschließend trotzdem nicht daran hindern, ein solcherart fein gesponnenes Netz in Unkenntnis der vorliegenden Komplexität doch wieder aus versehen zu zerstören.


Was wir anstreben können, ist, in OpenStreetMap die Basisadresse abzubilden. Das setzt aber voraus, dass diese als Hausnummern Tafel tatsächlich an die Wand geschraubt ist. In der Brigittenauer Lände musste ich feststellen, ist das leider nicht der Fall