Adressimport Österreich Fortsetzung folgt.

Mein Versuch den OpenStreetMap Adressbestand in Österreich, durch den Import hochwertiger amtlicher (ZMR) Geoland- Adressdaten zu aktualisieren, ist bekanntlich aus politischen Gründen gescheitert. Derzeit verhindert die Forumsredaktion von talk-at, durch eine Blockade die Fortsetzung der in den OSM Importguidelines vorgesehenen Diskussion.
Hierdurch diskreditiert die talk-at Redaktion ihre eigene Plattform, und stellt die Zuweisung der Importdiskussion durch Frederik Ramm an dieses Gremium praktisch selbst in Frage.

Ein mir bewusster Kritikpunkt war, dass neue Adressen vor einem Import erst verifiziert werden müssen. Die Aktualität der vorliegenden ZMR Adressdaten steht in Diskrepanz zur Aktualität der zeitgleich zur Verfügung stehenden Luftbildern.

Hier hilft uns nun dankenswerterweise die Zeit. Spätestens nach drei Jahren, sind sämtliche Luftbilder in Österreich, aktueller als der Adress- Datensatz „Luzandro“ vom Stichtag 1.4.2019. Also auch ohne die aktuell von Frederik geforderte Vorort Begehung, wandelt sich der bisherige Import durch je Region- spätestens in drei Jahren verfügbaren geeigneten Luftbildern, dann zum kontrollierten Prozess. Ich werde zur gegebenen Zeit, die Fortsetzung meiner diesbezüglichen Arbeiten öffentlich kundmachen, sodass diese dann auch selbstverständlich den OSM Importguidelines entsprochen.

Mein Anliegen besteht darin, eine qualitativ ausreichende Erst Grundabdeckung von Hausnummern in Österreich zu erzielen. Erst durch diese werden in OpenStreetMap Hausnummern erst relevant. Ein weiterer Prozess in der Qualitätssicherung, setzt diesen grundsätzlichen ersten Schritt voraus. Das ist auch der Grund warum gegen ein solches Ansinnen –siehe die von mir im März 2018 eingebrachten Hausnummern im Bundesland Salzburg- derart verbissen gekämpft wird.

Fortschritt kann man nicht aufhalten, sondern nur etwas verzögern.

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JOSM Anwender aufgepasst

Ich verwende bekanntlich in Verbindung mit dem Editor JOSM eine spezielle Gaming Maus. Roccat wechselt gerade sein Produkt Angebot, daher gibt es die -meiner meiner Meinung nach- für JOSM Anwender geniale Gamingmaus Roccat Tyon derzeit sehr günstig im Online Handel.

JOSM Mappingpraxis: Die besondere Rolle der Mittleren Maustaste

Wer mit dem OpenStreetMap Projekt erstmals in Berührung kommt, der wird zuerst auf den Editor ID stoßen, und mit diesem seine erste Mapping Erfahrung sammeln.

Flächen werden im Editor ID. mit einer nach innen gerichteten heiße Zone dargestellt. Klickt man mit der Maus in diese, so wird die jeweilige Fläche als gesamtes ausgewählt. Innen und Außen einer Fläche wird so, selbst wenn sich große Flächen über den Bildschirmrand hinaus erstrecken, gut sichtbar. Als Auswahlwerkzeug genügt hier -intuitiv bedienbar- allein die linke Maustaste.

Wer später auf den Editor JOSM wechselt, der fühlt sich dort an derart intuitiver Unterstützung vorerst alleine gelassen, es wird nirgendwo darauf hingewiesen, dass die Auswahl von Flächen durch mehrfaches Betätigen die mittleren Maustaste erfolgt. Das Arbeiten mit der Scrollrad- Taste bedingt das vorhandensein dieser auf der Maus, was bei einer PC Standard Konfiguration nicht vorgesehen ist.
Fortsetzung folgt…

name=Gemeinde XYZ vs. name=XYZ + name:prefix=Gemeinde

Es gibt in OpenStreetMap, je Land eine unterschiedliche Handhabe wie Gemeindenamen geschrieben werden. Zuletzt wurde in Bezug auf Österreich hier über dieses Thema diskutiert: https://www.openstreetmap.org/changeset/69745778

Aktuell setzte ich das Ergebnis dieser Diskussion bei Gemeinden und Städten in ganz Österreich um.

Folgender Overpass- Turbo Code ist mir hierzu behilflich:

[out:xml][timeout:200][bbox:{{bbox}}];
area[admin_level=6][name="Bludenz"]->.searchArea;
(
  relation
  ["boundary"="administrative"](area.searchArea)({{bbox}});
);
(._;>;);
out meta;

Nachdem in der Changeset Diskussion die Sachlage scheinbar klar war. Hat man nun wieder einmal, ein ganzes Monat gemütlich zugesehen um dann urplötzlich in talk-at, eine neue Grundsatzdiskussion losgetreten.

Wer sich in OpenStreetMap bewegt verliert. Zumindest mal wertvolle Mappingzeit. Ein zwei verlorene Stunden sind mir egal. Verlorene Wochen und Monate summieren sich aber nun langsam zu einem Muster, es werden unter Einsatz von Avatare, aktive OpenStreetMap Mapper veräppelt.

Mir ist die gewählte Variante mit oder ohne Präfixe einerlei. Eine Entscheidung muss aber für gesamt Österreich gelten.
Ref: https://lists.openstreetmap.org/pipermail/talk-at/2019-October/thread.html und https://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?id=67555

Ergänzung: der Avatar PPete hat hier geantwortet, https://lists.openstreetmap.org/pipermail/talk-at/2019-October/010280.html dieser behauptet nun, dass die Diskussion bislang nur im Changeset geführt worden sei, dem ist nicht so. Anstatt einen neuen Thread zu starten, hätte sich PPete auch an der bereits bestehenden Diskussion rechtzeitig beteiligen können. Zum Beispiel hier: https://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?id=67494
Folgen wir dessen Argumentation, so kann man künftig, jeden erzielten Konsens, indem man einfach die Thematik im nächsten Diskussionsraum neu startet, nachträglich sprengen.

Österreichs Städte Mappen für den Renderer

In Österreich werden Landeshauptstädte von den den jeweiligen Stadtplanungsämtern am CAD Reißbrett gemappt. Es kommt hierzu proprietäre Profi Software zum Einsatz, die hierbei erzielte optische Qualität ist oft erstaunlich. Es ist nun so, dass den Bauämtern hochwertige Vermessungs- Datengrundlagen und Live Zugriff auf das Gebäuderegister zur Verfügung steht, tatsächlich erzeugen in CAD gezeichnete Geländekontouren die Fiktion einer nahezu perfekt wiedergegebenen Realität, die es aber tatsächlich so nicht gibt, so nicht geben kann. Städte schaffen es in Wahrheit nicht einmal, ihren eigenen Tür und Top Wohnungsbestand im AGWR (Gebäuderegister) für interne Zwecke aufzulösen. Das ist auch der Grund für die in Städten vorherrschende Anonymität, ob gewollt oder ungewollt, Städte wissen über ihren Wohnungsbestand real nur sehr sehr wenig, die Liste mit den Klärungsadressen geht daher dort durch die Decke.

Für plakativ optische hübsche CAD Hülsen wird hingegen viel Steuergeld eingesetzt, zur Rechtfertigung dieser werden so erzeuge Kartentiles anschließend als OpenData propagiert.

Was könnte man hier besser machen. Erst einmal gibt es den Fluss der Zeit. Was heute noch aktuell erscheinen mag, ist morgen bereits wieder veraltet. Mapping basierend auf Vermessungsdaten ist zum Zeitpunkt der Ersterhebung genau, es werden aber nur sehr wenige Kontouren tatsächlich vermessen. Der Rest dieser schönen Karten ist daher lediglich statische Fiktion. Mit OpenStreetMap steht uns hier eine eine Alternative zur Verfügung, eine Alternative welche in ihrer DNA auf Zusammenarbeit basiert. Viele Augen sehen mehr als nur einige wenige.

Derzeit geben sich Österreichs Profi Geografen, der Fiktion einer selbst geschaffenen Insel Realität hin. Diese Realität ist mit dem grundsätzlichen Problem behaftet dass kurzfristige Änderungen, wie zum Beispiel ein neu eröffnetes Gasthaus an deren Silbernen Schale abprallt. Der Gewerbetreibende wendet sich daher kommerziellen besseren Alternativen zu. Amerikanische Karten bedienen und erfüllen diesen Bedarf, OpenStreetMap in Live Qualität ist hier die reale #opendata Alternative.

CAD Landschaften in den Städten, schwächt OpenStreetMap und so ländliche Regionen. Ich persönlich beschäftige mich seit Jahren mit der Datenqualität von OpenStreetMap, und bin erstaunt mit welchen Hürden man hierbei konfrontiert wird. Stehen den Stadtvermessungsämtern neue Adressen als Erzeuger praktisch Live zur Verfügung. So wird die Weitergabe von Adressen an OpenStreetMap (Beispiel austriaaddresshelper) künstlich um Monate verzögert. Kommerziell arbeitende User wie Erwin6330 und andere werden dazu eingesetzt, minderwertige Daten in OpenStreetMap einzubringen. Ein pseudo Förderverein openstreetmap.at wird aufgezogen. Dieser lässt meinen Mitgliedsantrag peinlich unbeantwortet.

Wie könnte das besser gehen. Man könnte auf die CAD ähnliche Qualität in Städten verzichten, und die Mapping Power per OpenStreetMap auch auf das Land ausdehnen. So erzeugte oder geprüfte Strukturen könnte man anschließend als Datenabzug in eine amtliche verbindliche Basemap übernehmen. OpenStreetMap kann die Basemap in Qualität schlagen. St. Ulrich am Pillersee ist mein aktuelles Beispiel.

Aktualität der Luftbilder in Österreich

Bekanntlich erstellen Österreichs Bundesländer, in regelmäßigen Abständen äußerst hochwertige Luftbilder ihres Landesgebietes. Über die Open GV Data Initiative, dürfen auch wir diese Bilder für OpenStreetMap Zwecke nutzen. Man darf hier darauf hinweisen, dass im Vergleich zu anderen zivilisierten Ländern weltweit das ein nicht selbstverständliches Service ist.

Bedeutend für die Arbeit mit Luftbildern, ist deren jeweilige Aktualität. Erfreulich ist hier, dass alle Anwendern in Österreich dieselbe Qualität zur Verfügung steht.

Für unsere Arbeit ist es nun wichtig zu wissen, wie aktuell Luftbilder je Region tatsächlich sind. Leider habe ich hierzu bislang keine zentrale Übersicht gefunden.

Wien: Eine Anfrage bei ViennaGIS hat folgendes ergeben:
https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/stadtvermessung/geodaten/orthofoto/produkt.html

Tirol: https://www.tirol.gv.at/sicherheit/geoinformation/geodaten/orthofotos/

Mein Talk-at Posting vom 1. September 2019 von der Zensur zurückgehalten.

Von: Johann Haag <johannhaag@hxg.at>
Datum: 1. September 2019 um 17:56:31 MESZ
An: OpenStreetMap AT <talk-at@openstreetmap.org>
Betreff:JOSM optimierte Maus Konfiguration PC und MAC

Ich habe soeben eine überarbeitet Gaming Maus Konfiguration (PC und MAC Versionen) veröffentlicht. https://drive.google.com/drive/folders/1A-IA1b2AFtfSZpio1pSQoBW_d1I5vbFt?usp=sharing
Geeignet für das Modell Roccat Tyon, derzeit um etwa € 45 im Handel erhältlich.

Lg Johann