Ich arbeite in der kommunalen Entsorgungsplanung. Junge Familien Häuselbauer auch Wohnbauträger sowie Gewerbetreibende kommen zu mir ins Büro, und ich kläre dann mit diesen wie und wo genau die Müllabfuhr deren Objekt anfahren wird. OpenStreetMap war mir hierzu ein wertvolles Hilfsmittel. Privat wandere und Radfahre ich gerne, mache mit meiner Familie ausgedehnte Spaziergänge. Neu errichtete Häuser und deren Zufahrten trage ich hierbei in meiner Freizeit in OpenStreetMap ein. So schließt sich der Kreis, wie ich für meine berufliche Tätigkeit zu wertvollen zeitnahen Vorort Informationen komme.
Im Parteienverkehr sind relevante Aussagen bezüglich der Befahrberkeit von neuen Straßen keine Selbstverständlichkeit. Professionelle Karten wie die sogenannte Basemap, rechnen Straßen und Gebäudekontouren maschniell im Rhythmus neuer Luftbilder. Das bedeutet bei amtlichen Kartenwerken kann es teilweise Jahre dauern, bis Änderungen in der Natur, in diese aufgenommem werden. In diese Zeitspanne fällt eine Zeit in der teilweise Baustoffe im Werte von hundert tausenden Euros zu Neubauten transportiert werden, Amtliche Karten aber hier für den Transport keinerlei Hilfestellung bieten. Baufirmen behelfen sich teilweise durch Installation eigener Wegseiser. Ein erbärmliches Zeugnis für eine laut Eigendefinition bestste Verwaltungskarte von Österreich die es gibt.
Die geneue Kenntnis der Straßenbeschaffenheit ist also wichtig, in OpenStreetMap gibt es aber ledigiglich ein Proposel wie man Straßenflächen mappen könnte, das ist aber für mich als Einzelperson viel zu aufwendig. Derartig erfasste Straßenflächen werden auch nicht von jeder Anwendung angezeigt. Warum sich OpenStreetMap hier so zurückhaltend verhält ist meiner Erkenntnis nach der Politik in OpenStreetMap geschuldet. OpenStreetMap beschränkt sich freiwillig auf nur grobe Details. Für mehr an Information, soll sich der Bürger an amtliche oder private Kartenwerke halten, und wohl hierfür auch bezahlen. Ein Grund mag wohl sein, dass OpenStreetMap sich so der gesellschaftlichen Verantwortung für ein korrektes Kartenwerk zu entziehen weiß.
Eine übliche Praxis in OpenStreetMap ist, Wohngebiete an überregionalen Straßen enden zu lassen. Das wird in vielen Städten auch bei Wohnblöcken so angewandt. Ich habe daher im Bezirk Kitzbühel Straßenflächen von Wiesen und Wohngebieten ausgenommen. Daraus ist eine sehr Informative Darstellung enstanden, die intuitiv erkennen lässt ob zum Beispiel ein LKW in eine Wohnstraße einfahren kann oder eben auch nicht. Ein Nachteil darf hier nicht verschwiegen werden. Die Pflege solcher Kontouren ist arbeitsaufwendig. nachdem aber für mich ein direkter Nutzen enstanden ist, war dieser Mehraufwand relativ.
Ein Salzburger der im OpenSource Projekt OpenStreetMap als Mapper Negreheb auftritt, hat nun die Kraftanstrengung unternommen und als Mapper Sunflyer19 https://www.openstreetmap.org/user/Sunflyer19 sämtliche von mir im Bezirk Kitzbühel mühsam erhobene Geländekontouren durch künstliche Unschärfen ersetzt. Er hat hierbei Kontouren erzeugt die es in der Natur und in der Vermessung nicht gibt, und niemals geben wird. Hierzu haben diesem dann auch noch prompt andere Berufsgeografen Applaus gezollt.
Wer OpenStreetMap betrachtet, der wird feststellen dass in weiten Landstrichen noch sämtliche Flächenmerkmale fehlen. Warum nun ausgerechnet jene von meiner Seite angewandte Form des Mappens von Straßenflächen einen derartigen Sturm der Entrüstung bei Berufsgeografen -die sich selbst als OpenStreetMap Community bezeichnen- auslöst hat darf geraten werden.
Dieser gewaltsame Eingriff, bedeutet für meine tagtägliche Arbeit nun, dass OpenStreetMap heute im Bezirk Kitzbühel wesentlich weniger Informativ ist. Amtliche Karten aber keinen Ersatz liefern. Google Maps rückt daher für meine Zwecke als Alternative zu OpenStreetMap wieder in den Vordergrund. Mein Projekt hierzu ist unter dem Kurzlink m.hxg.at abrufbar.
Ref: Ein Universitäts Mitarbeiter aus Wien, Mitglied im Wiener OpenStreetMap Verein macht Urlaub im Tiroler Kaiserwinkl, und räumt dort in seiner Freizeit OpenStreetMap auf. https://www.openstreetmap.org/changeset/89113969
Update Dezember 2023:
Anmerkung zum Changeset. 89113969 der Salzburger Mapper Negreheb nutzt dieses Changeset wiederholt als Beispiel für Mangelende Dialogbereitschaft. Dabei ist klar erkennbar wer hier die Diskussion durch Provokation zum Eskalieren bringt. Es ist Negreheb selbst. Seine Behauptung folgende Reverts seien durch mehrere OpenStreetMap Mitwirkende durchgeführt worden ist ebenfalls unwahr. Sämtliche folgende Reverts wurden von dessen eigener Socke https://www.openstreetmap.org/user/Sunflyer19 durchgeführt. Die Sperrmeldung der DWG https://www.openstreetmap.org/user/Sunflyer19/blocks mit der Referenz Sunflyer19 sei Beuatifulplaces selbst, ist absurd, und bewusste Täter-Opfer-Umkehr.
Warum die Data Working Group zu solchen unlauteren Mitteln greift, und auf das hierzu erstellte Ticket#2023121610000145 mit der Bitte um Richtigstellung bislang nicht reagiert, kann vermutlich nur durch eine unglückliche Verquickung der Data Working Group mit dem Chef einer kommerziellen Firma woodpeck_repair welche sich mit der kommerziellen Vermarktung von OpenStreetMap Daten beschäftigt erklärt werden.

